In drei Punkten waren sich alle einig: Die Aachener Straße in Holt muss verkehrsberuhigt werden, eine Querungshilfe ist dringend notwendig, und es darf kein einziger Parkplatz verloren gehen. Wie diese Ziele zu erreichen sind, darüber gingen die Meinungen auseinander. Bezirksvorsteher Arno Oellers hatte die Holter zur Bürgerversammlung eingeladen. Martin Scheel vom Stadtplanungsamt erläuterte die geplanten Um- und Ausbauten an der vielbefahrenen Strecke, die sich mitten durch das Holter Zentrum schlängelt.
Verkehrsaufkommen Gut 22 5000 Autos rollen täglich über die Aachener Straße, 10 000 davon kommen von der Autobahn und durchqueren Holt in Richtung Stadtmitte. Das ist zuviel, sagen die Bürger, sagt auch der Stadtplaner. Die Forderung lautet: Das Hinweisschild an der Autobahnausfahrt Holt, das als Ziel die Stadtmitte angibt, muss geändert werden. Scheel: „Der Verkehr sollte per Hinweisschilder und möglichst auch über die Navigationsgeräte durch den Nordpark geleitet werden.“ Die Holter fordern zudem ein Verbot für Lastwagen. „Wir halten den Krach und den Gestank nicht mehr aus“, sagte ein Anwohner.
Sicherheit Im Bereich der Kirche überqueren täglich etwa 420 Passanten die Aachener Straße. „Ich bewundere den Mut dieser Menschen“, sagte Scheel. Und schlägt eine langgezogene Insel inmitten der Fahrbahn vor. Die fanden einige Holter zu lang, andere befürchten den Verlust von Parkplätzen.
Parkplätze Etwa 100 Parkplätze gibt es auf dem Abschnitt zwischen Hehnerholt und der Monschauer Straße. Die Geschäftsleute legen besonderen Wert auf die Stellflächen unmittelbar vor ihren Läden. Davon werden zwar einige wenige wegfallen, dafür sollen auf der Wiese neben dem Kirchplatz neue entstehen. Scheel: „Insgesamt werden nach dem Umbau der Straße sieben zusätzliche Parkplätze zur Verfügung stehen.“
Bushaltestellen Bisher hält die Linie 7 in Richtung Rheindahlen in einer Bucht kurz hinter dem Kirchplatz. Die Haltestelle für die 7 in Richtung Innenstadt ist in der Nähe der Jugendfreizeitstätte an der Straße Hehnerholt. Das Planungsamt möchte beide Haltepunkte seitlich der neuen Verkehrsinsel installieren. „Der Bus bleibt jeweils für zehn bis 15 Sekunden dort stehen“, sagte Scheel. „In dieser Zeit können die Fahrgäste hinter und vor dem Bus die Straße über die Insel überqueren.“ Hier erntete der Stadtplaner die meiste Kritik: Der Stau alle 20 Minuten sei vorprogrammiert. Lärm und Gestank würden potenziert. Die Anregung: Lassen wir die Haltestellen, wo sie jetzt sind, dann sind alle zufrieden.